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Gabionen Füllmaterial – Der Ratgeber zur Auswahl der richtigen Steine

Bei der Planung ihrer Gabionen wird irgendwann auch die Füllung eine Rolle spielen. Neben optischen Merkmalen sollten auch funktionelle Eigenschaften sowie der Standort betrachtet werden.

Dieser Artikel beleuchtet die gängigsten Gesteinsarten im direkten Vergleich und erklärt, welche Körnung Sie für Ihre Maschenweite benötigen, damit Ihre Gabione nicht nur gut aussieht, sondern auch stabil ist.

Die beliebtesten Gabionensteine im Vergleich

Die Steinsorten unterscheiden sich in Härte, Witterungsbeständigkeit und Farbe. Hartgesteine sind dichter und pflegeleichter, Weichgesteine sind oft heller, aber anfälliger für Grünspan und Moos.

Steinart Härte & Gesteinsart Optik & Farben Vorteile (Geeignet für ...) Nachteile & Besonderheiten
Granit
Hartgestein (Magmatisch)
Grau, Anthrazit, Weiß, Rot. Grobkörnige, gesprenkelte Struktur.
Extrem hart, robust und langlebig. Witterungs- und frostsicher. Ideal für Standorte mit viel Feuchtigkeit.
Preislich im oberen Mittelfeld.
Basalt
Hartgestein (Vulkanisch)
Dunkelgrau bis tiefschwarz. Feinkörnig, sehr dichte Struktur.
Sehr modern und elegant. Extreme Dichte und Druckfestigkeit. Minimale Anfälligkeit für Moos und Algen.
Geringeres Farbspektrum (meist nur Schwarz/Grau).
Kalkstein
Weichgestein (Sedimentär)
Beige, Hellgrau, Weiß (z.B. Jura). Oft homogen, helle Optik.
Freundlicher, mediterraner Charakter. Oft regional und günstiger verfügbar. Schafft Kontrast zu Pflanzen.
Pflegeintensiver: Anfällig für Verfärbungen, Moos und Algen an schattigen, feuchten Stellen.
Diabas
Hartgestein (Magmatisch)
Edles, klares Dunkelgrau. Hohe Dichte.
Besonders hochwertiger Hartstein. Sehr langlebig und schlagfest. Verzahnt sich durch die Kantigkeit gut im Korb (Stabilität).
Kann regional schwieriger zu beschaffen sein.
Porphyr
Hartgestein (Vulkanisch)
Hartgestein (Vulkanisch)
Setzt farbige Akzente. Sehr hart, frost- und abriebfest. Ideal als Kontrastelement.
Kann in der Beschaffung teuer sein.
Marmor
Hartgestein (Metamorph)
Weiß, Hellgrau, Blaugrau. Oft leicht kristalline Oberfläche.
Sehr edle, luxuriöse Optik. Besonders der blaugraue Marmor ist sehr witterungsbeständig.
Kann wie Kalkstein an feuchten Orten vergrünen (besonders der weiße Marmor).
Quarzit
Hartgestein (Metamorph)
Weiß, Grau, Gelb. Sehr hoher Quarzgehalt (über 98 %).
Höchste Beständigkeit gegen Verwitterung. Beständig gegenüber fast allen Umwelteinflüssen.
Reine Sorten sind sehr hell und können hohe Preise aufweisen.

Weitere Hinweise vor dem Kauf

  1. Härte und Dichte (Witterung): Je härter und dichter der Stein (Granit, Basalt, Diabas), desto besser hält er Witterungseinflüssen stand und desto weniger Moos oder Algen können haften. Für feuchte, schattige Plätze sind dunkle Hartgesteine die beste Wahl.
  2. Statik (Schüttgewicht): Harte, schwere Steine wie Basalt und Granit tragen zu einem höheren Schüttgewicht bei. Dies ist entscheidend für die Stabilität und Standsicherheit hoher oder freistehender Gabionenmauern.
  3. Optik und Feuchtigkeit: Beachten Sie, dass alle Natursteine im nassen Zustand deutlich dunkler wirken. Der Farbeffekt ist dann intensiver als im trockenen Zustand.

Die richtige Körnung: Maschenweite und Steingröße

Die kleinste Abmessung (d) des verwendeten Gabionensteins muss immer mindestens das 1,5-fache der größten Maschenweite des Drahtkorbs betragen. In der unten stehenden Tabelle finden sie eine Übersicht aus der sie die richtige Steingröße für ihre Gabione entnehmen können.

Maschenweite des Korbs Empfohlene Körnung (Steingröße d/D) Geeignet für ...
50x200mm
60/90mm oder 60/120mm
Standard-Gabionen, Sichtschutzwände.
50x100mm
70/120mm oder 90/150mm
Stabile Zäune, mittlere Körbe.
25x200mm
32/56mm
Sehr schmale Gabionen (10 bis 15cm Tiefe).
100x100mm
120/200mm
Große, massive Stützmauern und hohe Wände.

Hinweis: Die Angabe 60/90mm bedeutet beispielweise, dass die Steine durch ein 90mm Sieb fallen, aber nicht durch ein 60mm Sieb. Somit ist ihre Mindestgröße gesichert.

Der Einfluss des Standortes auf die Auswahl der Steine

Gabionen, die an feuchten und schattigen Standorten (z. B. unter dichten Bäumen oder an Nordseiten) platziert sind, sind besonders anfällig für Moosbewuchs, da diese Bedingungen die Feuchtigkeit lange speichern. Steine, die schnell trocknen können, sind weniger betroffen. Einige Steinsorten, wie Marmor, werden sogar explizit für schattige Standorte empfohlen, während Kalkstein als Befüllung für sonnige Standorte besser geeignet sein soll.

Der Einfluss der Korbtiefe

Beide Varianten sind gleich stabil, wodurch einige Faktoren berücksichtigt werden müssen, die für jeden Kunden individuell ins Gewicht fallen.

Tiefe 10-15 cm (schmale Zäune): Hier ist die Steingröße oft auf 32/56mm begrenzt. Bei diesen schmalen Körben muss besonders sorgfältig geschlichtet (per Hand platziert) werden, um eine blickdichte Füllung zu erreichen.

Tiefe 20 cm und mehr: Hier können Sie die Steine in der Regel problemlos schütten. Achten Sie darauf, dass der Stein nicht viel größer als die Korbtiefe ist, um unschöne Wölbungen zu vermeiden.

So reinigen Sie Ihre Gabionensteine:

  • Vorsicht bei Hochdruckreinigern: Ein Hochdruckreiniger kann effektiv Moos und losen Schmutz entfernen, sollte aber nur mit mäßigem Druck und entsprechendem Abstand eingesetzt werden. Zu hoher Druck kann die Stein-Oberfläche poröser Steine (Kalkstein) beschädigen oder die Struktur der Gabione lockern.

  • Spezialreiniger: Bei starkem Algen- oder Moosbefall können Sie spezielle, säurefreie Natursteinreiniger oder Algenentferner verwenden. Diese werden aufgesprüht und nach einer Einwirkzeit mit klarem Wasser abgespült.

  • Natürliche Mittel: Eine einfache Lösung aus Wasser und Schmierseife kann für die Entfernung leichter Verschmutzungen ausreichend sein. Verwenden Sie eine Bürste, um die Seifenlösung aufzutragen und spülen Sie gründlich nach.

  • Vorbeugen: Achten Sie bei der Planung darauf, dass die Gabione nicht permanent im Schatten steht und dass keine Pflanzen oder Bäume direkt auf die Gabione fallen, die dauerhaft Feuchtigkeit speichern. Die beste Pflege ist die Wahl eines dichten Steins (Granit, Basalt) für Problemzonen.

Weitere Hinweise beim Kauf

Den Kauf der Gabionensteine empfehlen wir ihnen ausschließlich beim Fachhändler zu tätigen. Mit Fachhändler meinen wir jedoch Steinbrücke, am besten in ihrer Nähe, die Spezialwerkzeug haben für den Versand.  Den Gabionenzaun können sie entsprechend vom Zaunfachhandel beziehen.

Warum? Mehrere Tonnen Gewicht durch Deutschland zu bewegen muss immer vergütet werden bei der ausliefernden Spedition. Auch wenn die Versandkosten 0 Euro betragen, bezahlen sie mit einem erhöhten Preis der Steine.

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