Schiebetor Platzbedarf: Freitragende und Rollengeführte Tore
Ob freitragend oder rollengeführt: Der verfügbare Platz ist das zentrale Kriterium bei der Planung Ihres Schiebetors. Der Platzbedarf unterscheidet sich nach konkreter Ausführung und wird ihnen in diesem Beitrag erläutert.
Wie setzt sich der Platzbedarf zusammen?
Das Schiebetor braucht um einwandfrei funktionieren zu können sowohl die entsprechende Durchfahrtsbreite und den Rückfahrraum, welcher häufig vergessen wird. Das Tor braucht somit mindestens doppelt so viel Platz für einen Öffnungs- und Schließvorgang wie die Einfahrt groß ist. Ein wichtiger Aspekt, der unbedingt beachtet werden muss ist, dass bei freitragenden Schiebetoren das Trageteil auch in die Rechnung mit einfließen muss. Dieses verlängert den Torflügel um 30% zirka. Bei einem 4m freitragenden Schiebetor ist der Torflügel knapp 5.5m lang, weshalb auch mindestens 5,5m Rückfahrraum existieren muss.
Platzbedarf im Vergleich: Freitragend vs. Rollengeführt
Der wesentliche Unterschied im Platzbedarf liegt im Rückfahrraum also dem Raum, den das Tor im geöffneten Zustand seitlich der Einfahrt einnimmt. Während ein rollengeführtes Schiebetor lediglich die tatsächliche Durchfahrtsbreite plus benötigt, ist bei freitragenden Systemen deutlich mehr Fläche einzuplanen. Da das Torblatt hier nicht auf einer Schiene am Boden läuft, sondern über ein Gegengewicht (den sogenannten Rollenbock) gehalten wird, verlängert sich das Tor um das Trageteil. Dieser beträgt in der Regel etwa 30 % Durchfahrtsbreite. In der Praxis bedeutet das: Für eine 5 Meter breite Einfahrt benötigt ein rollengeführtes Tor ca. 5,5 Meter Rücklaufraum, während ein freitragendes Tor bis zu 7 Meter seitlichen Platz beansprucht.
Warum sind freitragende Varianten trotzdem beliebter?
Obwohl sie einen größeren Rücklaufraum beanspruchen, gelten freitragende Schiebetore oft als die überlegene Lösung. Der Hauptgrund hierfür ist der enorme Gewinn an Komfort und Wartungsfreiheit: Da das Torblatt berührungslos über der Fahrbahn „schwebt“, entfällt die Montage einer Laufschiene im Boden. Das macht das System immun gegen Verschmutzungen durch Laub, Kieselsteine oder Eis, die bei rollengeführten Toren oft zu Blockaden führen können. Zudem muss die Einfahrt nicht durch eine Schiene unterbrochen werden, welche Kosten und Aufwand verursacht.
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